Frankfurt, Rotlicht und die Breite Gasse
Vom kommunal regulierten Gewerbe über die Nachkriegszeit bis zu Toleranzzonen und heutigen Schutzvorschriften.
Eine belegbare Zeitleiste
Viele Geschichten über das Viertel werden mündlich weitergegeben. Diese Übersicht beschränkt sich auf Angaben, die sich in städtischen oder wissenschaftlichen Quellen nachvollziehen lassen.
Kommunale Regulierung
Die Studie „Verwaltete Lust“ des Instituts für Stadtgeschichte untersucht, wie die Stadt Prostitution über ein Jahrhundert verwaltete – von medizinischer Kontrolle bis zu Sperrgebieten.
Östliche Altstadt
Nach der Zerstörung der Altstadt entwickelte sich die Gegend um die Breite Gasse zu einem zweiten Frankfurter Prostitutionsschwerpunkt.
Ausgewiesenes Toleranzgebiet
Eine städtische Dokumentation nennt die Breite Gasse ausdrücklich als Toleranzgebiet der Sperrgebietsverordnung vom 9. März 1973.
Stadtentwicklung und Konflikte
Debatten um die Verlagerung von Bordellbetrieben, ein geplantes Großbordell und Änderungen der Sperrgebietsregeln prägten die Zeit. 1991 wurde die damalige Toleranzzone „Breite Gasse“ aufgehoben.
Allerheiligenviertel
Die Breite Gasse liegt nahe der Zeil und ist weiterhin mit legalen Bordellbetrieben verbunden. Für Betrieb und Tätigkeit gelten das Prostituiertenschutzgesetz sowie lokale Regeln.
Quellen und Lesetipps
- Institut für Stadtgeschichte: Fritz Koch, Verwaltete Lust
- Stadt Frankfurt: Prostitution als Dienstleistungsbranche
- Institut für Stadtgeschichte: Banker, Bordelle & Bohème